Vorlesewettbewerb 2020

Wer wird Deutschlands bester Vorleser oder beste Vorleserin?

Auch in diesem Jahr nahmen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Rissen am Vorlesewettbewerb teil. Die Regeln sind einfach: In der ersten Stufe werden die Klassensieger/- innen ermittelt. Danach wird vor dem gesamten Jahrgang vorgelesen. Wer sich hier gegen seine Konkurrenz durchsetzen kann, tritt nun gegen andere Kinder aus dem Bezirk Altona an. Die Sieger dürfen anschließend in Frankfurt im deutschlandweiten Finale vorlesen. Doch nur die wenigsten schaffen es nach Frankfurt. Wem dies trotzdem gelingt ist unbestritten einer/e der besten Vorleser/innen Deutschlands. 
 
Der Vorlesewettbewerb vermittelt nicht nur Freude am Lesen, sondern es werden auch die Lieblingsbücher der Sechstklässler vorgestellt. 
Hunderte von Mädchen und Jungen tragen damit jedes Jahr den Zauber von Büchern in ihre Schulen und beweisen den Mut, ihre Begeisterung für Bücher an andere weiterzugeben. Bewertet wird nach folgenden Kriterien: Deutliche Aussprache, Lesetempo, Lautstärke, Lesesicherheit, Betonung, Gliederung durch Pausen und Blickkontakt. Alle diese Dinge auf einmal zu beachten, das ist schwerer als man denkt!

Der ganze Jahrgang 6 hat den Entscheid am 5.12. im schrägen Hörsaal mit Spannung verfolgt und mit den Kandidaten mitgefiebert. Alle sechs Klassensiegerinnen haben sich gut geschlagen und drei von ihnen haben auch beim Vortrag des unbekannten Textes in der zweiten Runde nicht die Nerven verloren. Nach einem spannendem Wettbewerb entschied sich die Jury aus Lehrer- und Schüler*innen am Gymnasium Rissen in diesem Jahr für Benjamin Müller aus der 6a. Herzlichen Glückwunsch!
Wird es ihm gelingen, auch in der nächsten Runde Erfolg zu haben? Die ganze Schule drückt die Daumen!

Bericht:  
Paula Schroll und Jonna Wiegard, 6b

 

Vorlesewettbewerb 2019/20

Wer wird Deutschlands bester Vorleser oder beste Vorleserin? 

Auch in diesem Jahr nahmen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Rissen am Vorlesewettbewerb teil. Die Regeln sind einfach: In der ersten Stufe werden die Klassensieger/- innen ermittelt. Danach wird vor dem gesamten Jahrgang vorgelesen. Wer sich hier gegen seine Konkurrenz durchsetzen kann, tritt nun gegen andere Kinder aus dem Bezirk Altona an. Die Sieger dürfen anschließend in Frankfurt im deutschlandweiten Finale vorlesen. Doch nur die wenigsten schaffen es nach Frankfurt. Wem dies trotzdem gelingt ist unbestritten einer/e der besten Vorleser/innen Deutschlands. 
 
Der Vorlesewettbewerb vermittelt nicht nur Freude am Lesen, sondern es werden auch die Lieblingsbücher der Sechstklässler vorgestellt. 
Hunderte von Mädchen und Jungen tragen damit jedes Jahr den Zauber von Büchern in ihre Schulen und beweisen den Mut, ihre Begeisterung für Bücher an andere weiterzugeben.

Nach einem spannendem Wettbewerb entschied sich die Jury am Gymnasium Rissen in diesem Jahr für Benjamin Müller aus der 6a. Herzlichen Glückwunsch! 
Wird es ihm gelingen, auch in der nächsten Runde Erfolg zu haben? Die ganze Schule drückt die Daumen!

Bericht:  
Paula Schroll und Jonna Wiegard, 6b

TIL live am Gyri

Die Band TIL machte bei ihrer Bulli-Crash-Tour durch Deutschland auch in Rissen halt und spielte am 12.11. in der zweiten Pause für die Schüler*innen des Schulcampus Rissen! Schon zum zweiten Mal geben sie uns ein Konzert, nachdem sie 2017 das erste Mal da waren. Dieses Mal spielten sie nicht auf der Bühne sondern aus dem Kofferraum ihres Bullis. Organisiert wurde das Konzert von „Gyri goes green“ der Klima und Nachhaltigkeits AG des GyRi. Denn auch TIL ist unter dem Motto: „Krieg dein Arsch hoch für das Klima“ auf Tour. „

MINT-Tag 2019

Am 22.10.2019 war es wieder so weit: Das Gymnasium Rissen machte sich am MINT-Tag auf, um spannende Einblicke in die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu bekommen. Das vielfältige Angebot für die verschiedenen Jahrgangsstufen reichte von „Forschen mit Mäusen“ oder „Leben in der Nordsee“, einem Vortrag in den Tropengewächshäusern, dem Besuch des Planetariums bis zu Besuchen der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW), des Schullaboratoriums für Luft- und Raumfahrttechnik der TUHH oder des DESY. Interessante Informationen wurden anschaulich vermittelt und führten zu einem erlebnisreichen Tag. Bei vielen spannenden Versuchen, wie z.B. auch im Institut für Laserphysik oder im Wälderhaus in Wilhelmsburg, konnten unsere Schülerinnen und Schüler aktiv dabei sein.

Für die Oberstufe gab es an diesem Tag zwei Vorträge zu den Themen „Energiegewinnung durch Algen“ und „Abfallrecycling“. Frau Löhn und Herr Francke von der TUHH gaben zunächst einen sehr guten Überblick über Studiengänge an ihrer Universität, anschließend spannende Einblicke in ihre Forschungsarbeit in diesen Gebieten. Abschließend gingen Sie auch noch gerne auf Rückfragen des Publikums ein.

Das abwechslungsreiche und vielfältige Programm an diesem besonderen Schultag bot zahlreichen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, neue Themen aus dem MINT-Bereich für sich zu entdecken und wir hoffen auch, dass bei dem einen oder anderen ein bisschen mehr Begeisterung geweckt werden konnte.

 

Cultural Studies Profilfahrt – Reisebericht 2

London Bericht

Wenn man London mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es wohl „Vielfalt“.

Da denkt man sofort an „Artenvielfalt“ wie im Regenwald, in den Tropen mit ihren undurchdringlichen Dickichten, verrückten aber farbenprächtigen Vögeln und dem Schwirren und Summen in allen Höhen und Winkeln- kurz gefasst: Ein unüberblickbares Durcheinander, bei dessen Anblick einem vor Staunen die Kinnlade runterklappt.

Natürlich waren wir nicht vollkommen fremd im Stadtdschungel von London. Hätte sich einer verirrt, hätte er einfach den nächsten Gentleman im schönsten britischen Englisch nach dem Weg gefragt (notfalls auch in holprigem Schulenglisch).

Unseres Geschichtswissens zuliebe gingen wir am ersten Tag nach unserer Ankunft ins Imperial War Museum, wo wir Rechercheaufträge erhielten und die „First World War Gallery“ so wie die „Holocaust Exhibition“ besuchten. Wir stellten schnell fest, dass das Thema „Krieg“ in England ganz anders aufgefasst wird als wir es gewohnt sind. Besonders der Souvenirshop mit den Propaganda-Postkarten und den unzähligen Churchillbildern (-kopfkissen, -teetassen etc.) bot einen Anblick, den man nicht so schnell vergisst. Hingegen zweifelsfrei beeindruckend war das Theaterstück im Royal Court Theatre am selben Abend, genau wie die Technik dahinter, die uns am nächsten Tag bei einer Rundführung offenbart wurde. In einem dazugehörigen Workshop diskutierten wir die vier kurzen Stücke, die wir noch am Vorabend gesehen hatten und spielten selber kleine Szenen, die davon inspiriert waren. Es mag verrückt klingen, Haushaltsgegenstände darzustellen und ihnen Persönlichkeiten zu geben, und das war es, aber es entstanden einige witzige Bilder und Spaß machte es auch.

Das war bereits an unserem dritten Tag in London und die Zeit lief immer schneller. Es gab so viele Eindrücke, die in uns aufgesogen werden wollten, Nachtspaziergänge an der mit Lichtern geschmückten Themse, urige Gassen und Märkte wie wir sie bei unserer Stadtführung am vierten Tag erkundeten und das alles meistens begleitet von strömendem Regen, der uns bis auf die Knochen durchweichte. Zum Glück fand ein großer Teil unseres Aufenthalts im unterirdischen Tunnelsystem statt, der „Underground Railroad“, in der wir einige interessante Fragen klären konnten. Wir stellten zum Beispiel fest, dass es 2,15£ kostet, wenn man durch eine der Schranken zur Underground Railroad läuft und direkt danach wieder in die andere Richtung heraustritt- obwohl man gar nicht mit dem Zug gefahren ist (Danke Maurice, für deine empirische Aufopferung!). So konnten wir auch die Theorie ausschließen, dass die Kartenautomaten die Zeit stoppen, wenn man mit seiner Oyster-Card ein- und wieder auscheckt. Ungeklärt blieb allerdings, warum Malena nach einer Bahnfahrt plötzlich fünf Pounds weniger Guthaben hatte als alle anderen… aber manche Geheimnisse bleiben wohl in London.

Im „Houses of Parliament“, vor dem wir aufgrund einer Pro-Brexit Demonstration einen kleinen Kulturschock erlitten, wurde rege diskutiert, allerdings weniger wegen des Brexits als wegen der Umweltfrage. Daher war die Beteiligung auch vergleichsweise klein und niemand, der nicht rumschreien sollte, schrie herum oder musste deswegen ermahnt werden. Das Wort Brexit fiel natürlich dennoch, wenn auch ziemlich zusammenhangslos. Auch hier wurde ein kultureller Unterschied zum deutschen Parlament deutlich, der allerdings nicht sehr überraschend kam. Somit war der PGW Anteil der Profilreise gedeckt. Damit auch das Fach Kunst genügend repräsentiert wurde, hielten wir im Laufe der Woche Präsentationen zu Denkmälern, die in London verteilt waren und untersuchten sie sowohl unter Berücksichtigung der geschichtlichen als auch der künstlerischen Darstellung. Die meisten dieser Denkmäler befanden sich in Westminster, wo wir einige der wichtigsten Gebäude besichtigten (der Big Ben war unglücklicherweise hinter Baugerüsten verschwunden) und wo wir unsere Tutorin Frau Kölzow vor dem Winston Churchill Denkmal posieren ließen (Es war ihr etwas peinlich, als die Reisegruppe neben uns plötzlich in begeisterten Applaus ausbrach). Am letzten Tag waren wir in der St. Paul’s Cathedral und in Camden Town, einem Wunsch vieler Schüler, die aus den gleichnamigen Büchern früher Englisch gelernt hatten. Einige von uns nutzten die Zeit dort, um wenigstens einmal originale „Fish ’n’ Chips“ zu probieren. Andere schlugen sich den Bauch mit Süßigkeiten voll (was im Nachhinein keine gute Idee war, weil ihnen davon sehr sehr übel wurde).

Als wir schließlich am Abend erschöpft aber zufrieden am Londoner Flughafen saßen und einem niedlichen Drogenspürhund zuguckten, der fröhlich auf der Jagd nach seinem Ball die Leute von den Füßen fegte, wurde uns klar, dass die Tage im Hostel gezählt waren, dass die Jungen nicht mehr in ihrem nach Frittierfett müffelnden Zimmer schlafen und die Mädchen nicht mehr in ihrem Achtbettzimmer zusammenrücken würden, dass Frau Kölzow und Frau Ihlenfeld uns von nun an nicht mehr abends zählten und wir uns am nächsten Morgen zum Frühstück keine labbrigen Toast mehr essen durften, um uns danach in den endlosen Tunnelsystemen zu verfahren.

Die Londoner Regenstadt war exotisch, in jeder Hinsicht. Es ist unmöglich, die Vielfalt der Hauptstadt von England annähernd zu beschreiben, aber so viel sei gesagt: Mit welcher Einstellung man nach London kommt, ist vollkommen egal. Am Ende wird man immer überrascht sein (in unserem Fall im positiven Sinne).

 

P.S. Irgendwann gab es indisches Essen…

Cultural Studies Profilfahrt

Chicken Run Away

11 Uhr Treffpunkt am Helmut-Schmidt-Flughafen und Abflug um 13:25. Diese Informationen wurden war Anlass unterschiedlicher Reaktionen, da das System-Erde-Mensch-Profil zwar schon um 4  Uhr morgens auf den Beinen sein musste, dafür aber einige Stündchen mehr vom Montag haben würde. Man könnte sagen, dass sich in diesem Moment eine Janusmaske zeigte. Als dann die ersten London-Bilder der SEM-Menschen eintrudelten, befanden auch wir uns endlich auf dem Weg zum Flughafen.
Nach einigen Komplikationen und minimalen Verzögerungen beim Self-Check-In waren wir schließlich alle bereit die Reise zu antreten.
Da wir jedoch noch reichlich Zeit hatten, wurden wir, nach Durchnummerierung seitens Frau Kölzow und Frau Ihlenfeldt,
für ein 45-minütiges Zeitfenster zum Rumstrolchen von der Leine gelassen.
Diese Zeit nutzen Jan Carsten Reuter und Maurice Victor Häger beispielsweise dafür sich mit einem Kaffee zu vertrösten, nachdem sie zuvor partout weder den ,,Playboy“ noch das ,,Handelsblatt“ auffinden konnten.

          

Treue Begleiter unserer Reise waren minimale Verspätungen und kleine Komplikationen.

So hatten wir eben jene auch bevor wir unsere überhaupt Füße in einen Flieger Richtung London setzen konnten.
Nachdem Teile des Handgepäcks aufgrund schlechter Organisation seitens Eurowings doch noch eingecheckt werden mussten, ging es endlich los.
Die Flugzeit überbrückten einige Leute mit Schlaf (generell schien Schlaf ein wichtiger Bestandteil dieser Reise zu werden), andere entschieden sich dazu, gefühlt den halben Flug damit zu verbringen, immer wieder die gleiche Routen vom Flughafen bis zum Hostel auszudiskutieren und wiederum andere unterhielten sich nett mit ihren Mitmenschen.

Als alle Strapazen dann nach circa zwei Stunden Flug überwunden waren, machten wir Bekanntschaft mit der berühmten „Underground“, welche der Großteil unserer Gruppe schnell durchschaute. Dies hielt uns trotzdem nicht davon ab, uns ab und an zu verfahren, da keiner so wirklich Lust hatte bestimmten Personen mit schnell erhitztem Gemütszustand zu widersprechen.

Das Hotel lag mehr oder weniger zentral und verkehrsgünstig in einer Hauptstraße, in der man abends ab und an das Gefühl nicht loswurde, man hätte heute lieber etwas weniger Bargeld eingesteckt. Nach einstündiger Odyssee erreichten wir endlich in unserem Hostel an und konnten einchecken. Was die Schülerschaft dann erwartete, beraubte erst einmal allen den Atem – im wahrsten Sinne des Wortes.

Erst einmal war der Anblick von Dreierstockbetten für die meisten unter uns eine Neuheit und allein beim Anblick des Raumes wurde uns schnell bewusst, dass man sich in den nächsten Tagen vielleicht etwas näher kommen würde als erwünscht.

Den Atem raubte uns allen jedoch der penetrante Geruch von frittiertem Hühnchen, den wir allen Fastfood-Ketten der Umgebung, wovon es reichlich gab, zu verdanken hatten. Da wir unsere Fenster jedoch alle offenlassen mussten um hin und wieder die Zirkulation von etwas O2 zu ermöglichen, einigten wir uns, zumindest im 6er-Zimmer der Jungen, darauf, diesen Geruch für die folgenden Tage in Kauf zu nehmen.

Von nun an wurde sich strikt an die bucket-policy von Tim Lukas Schneider gehalten, der früh erkannte, dass der einzig erfolgreiche Weg sich diesem Geruch zu entwinden, das Eins-Werden mit dem Hühnchen bedeutete.

Nach spartanischer Einrichtung im Zimmer wurden wir dann auf eigene Faust losgeschickt um etwas zwischen unsere Zähne zu bekommen. Angeführt von Marco Drews waren einige Leute bereit ihren Magen aufs Spiel zu setzen und entschieden sich dazu etwas kostengünstiger in einem gastronomischen Betrieb namens „Chicken Cottage“ zu speisen, der neben einer Google Bewertung von 3,4 Sternen auch Rezensionen wie „I became sick after I ate a half pounder from this cottage chicken“ vorzuweisen hat.

Nachdem alle -mehr oder weniger- pünktlich, aber definitiv gestärkt am Treffpunkt ankamen, ging es wieder mit der „Underground“ weiter, wobei sich die „Central Line“ als Sauna entpuppte und fortan liebevoll auf  „Central Heating Line getauft wurde. An der Themse angekommen, begannen wir mit dem Queen´s Walk und schauten uns einige der vielen Sehenswürdigkeiten an, welche London zu bieten hat. Ein wenig enttäuschend empfanden wir die Performance des Big Ben´s, der scheinbar zu schüchtern war sich in seiner vollen Pracht zu offenbaren, was jedoch die Blicke aufs London Eye sowie die neugotischen Bauwerke wiedergutmachten.

Nachdem wir sowohl die Millennium Bridge als auch die Tower Bridge bewanderten und zwischenzeitlich die Themse aus den Augen verloren, zeigte der Schrittzähler am Ende des Tages 20953 an. Die Erschöpfung nach dem ersten aufregenden Tag resultierte darin, dass ALLE in Windeseile das Reich der Träume betraten.

(What happened in room 3 stays in room 3)

Workers of all lands, unite!

Für die Herren begann der Tag damit, dass Jan Carsten Reuter, Maurice Victor Häger und meine Wenigkeit es gegen 6:15 nicht mehr in den Betten aushielten und uns dazu entschieden rücksichtslos das Licht anzuschalten und unsere Dusch- und Reinigungsutensilien, damit wir nicht ungesund und kaputt aussehen würden, unter den wüsten Beschimpfungen ,der ,nun nicht mehr schlafenden Mitmenschen, aus den Kulturtaschen kramten. Nach Abschluss unserer Morgenroutine begaben wir uns in den nächstgelegenen Supermarkt und deckten uns dort mit einigen Kleinigkeiten ein.

Das Frühstück in der dem Hostel zugehörigen Bar barg eine erneute Überraschung, welche ganz und gar nicht gut aufgenommen wurde: Es gab keinen Toaster. Das trockene Toast musste mit Limetten-garniertem Wasser hinuntergespült werden, da die wenigstens existente Kaffeemaschine nur ab und an mal sporadisch funktionieren wollte.

Im Anschluss an das eher kärgliche Frühstück besorgten wir uns dann Lunchpakete bei „Waitrose´s“, welcher sich schnell zum Supermarkt unseres Vertrauens etablierte. Hier konnten Jan C. Reuter, Maurice V. Häger und Marco Drews außerdem ihre Finanzstabilisierungsmaßnahmen vor dem Brexit anwenden konnten um die lokale Wirtschaft in Sheperd´s Bush zu unterstützen und ein Stück weit wiederzubeleben.

Dann ging es auf zum Imperial War Museum wo wir einige Rechercheaufträge erhielten bevor wir die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg besuchten. Das Ganze war wirklich nett und sehr informativ gestaltet, weshalb man wirklich viel Zeit damit verbringen konnte, ohne wirklich jene Rechercheaufträge zu befolgen.

Nach einer kurzen Nachbesprechung und einer Essenspause war dann die Holocaust-Ausstellung dran, welche alle bereits mit einem mulmigen Gefühl betraten, da auch diese sehr detailliert und mit unterschiedlichen Sinnesorganen spielte und sich deshalb auch irgendwo in einer anderen Dimension als der Besuch des KZ Neuengamme in der 10. Klasse abspielte.

Nach zwei Stunden sammelten sich alle wieder und bekamen bis zum geplanten abendlichen Theaterbesuch etwas Freizeit, welche unterschiedlich gefüllt wurde. Das Cultural Studies-Profil teilte sich in drei Gruppen mit unterschiedlichen Zielen auf.

Die Gruppe aus Lisa Emine Willenborg, Ira Marcella Partzsch und Sophia Marie Gisela Ingrid Teschner besuchten Gleis 9 ¾, wo sie sich mit Harry Potter Merch eindeckten, worum ich sie etwas beneide.

Maurice Victor Häger, Jan Carsten Reuter, Tim Lukas Schneider, Xenia Riel und Marco Drews entschieden sich wiederum für eine Reise zum Buckingham Palace, weil Jan C. das Verlangen hatte den Grenadier Guards auf die Nerven zu gehen.

Diese Pläne wurden jedoch aufgrund monsunartiger Zustände, die bis zu den Knien stehendes Wasser zur Folge hatten, durchkreuzt.

Daraufhin beschloss Maurice Häger das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Er führte die Gruppe trotz stürmischer Bedingungen durch White Hall und klapperte Sehenswürdigkeiten von Trafalgar Square bis hin zum Picadilly Circus schneller ab als ein langjähriger Touristenführer es hinbekommen hätte.

Als sich schließlich der Regen legte beschloss die Gruppe sich in einer Fastfood-Kette zu erholen, um fit für das Theaterstück zu sein.

Worüber ich etwas ausführlicher berichten kann, ist die Expedition, die Nora Petersen, Mascha Hamel, Juliana Therese Martine Ingelmann, Malena Anna Eberbach, Dorian Nicolas Schmalhofer und ich antraten. Unser Ziel war der Highgate Cemetry, welcher das Grabmal von Karl Marx beherbergt,  jedoch ziemlich weit entfernt vom Museum lag und somit eine einstündige Fahrt mit der „Underground“ bedeutete.

Diese Expedition wurde zusätzlich verzögert, weil Dorian N. Schmalhofer die Bahnstation Highgate vorschlug, welche aber letztlich einen Umweg von 20 Minuten zu Fuß mit sich brachte. Dies stellte sich aber als keine zusätzliche Strapaze heraus, da die Umgebung im positivem Sinne atemberaubend war und wir aus irgendwelchen Gründen vom Regen verschont blieben, welcher dann erst leicht einsetzte als wir unsere Füße durch das Tor des Friedhofes setzten.

Nach einigem Suchen fanden wir auch die von Genosse Engels finanzierte Büste und konnten Karl die letzte Ehre erweisen.

Ausgezehrt vom großen Spaziergang fuhren wir nach Camden Town wo wir uns auf dem Lock Market mit leckerem Streetfood aus aller Welt stärken konnten.

Erst als wir in der Bahn saßen, wurden wir Opfer des Regens, der den Vormittag und eigentlich während unseres gesamten London-Aufenthalts wütete. Die Bahnstation „Victoria“ war aufgrund der Überschwemmungen nicht einsetzbar.

Eine pünktliche Ankunft am Royal Court Theatre geriet damit in Gefahr.

Die Vorstellung des „Zu-Spät-Kommens“ und der daraus potenziell resultierenden Gemütslage Frau Kölzows ging uns durch Mark und Bein. Da Frau Kölzow aber natürlich etwas mehr Zeit eingeplant hatte und auch die anderen Gruppen durch den Regen verschuldete Verspätungen aufzuweisen hatten, zeigte unsere Tutorin zum Glück Barmherzigkeit und Verständnis.

Notiz an die Leser dieses Journals: Hört immer auf eurer Tutoren!

(denn meist liegen sie im Recht und wenn nicht wirkt sich jeglicher Widerspruch negativ auf eure Note aus)

Pünktlich betraten wir das Theater und schauten das Stück an, welches allen Mitgliedern des Profils zumindest phasenweise gut gefiel.

Eine lustige Anekdote am Rande, welche sich an diesem Tag abspielte:

Malena Anna Eberbach kam auf die glorreiche Idee an der Highgate-Bahnstation mit einer anderen Person durch den Oysterkarten-Scanner zu huschen, um sich so einige Groschen zu ersparen.

Am Ende des Tages wunderte sie sich, nur noch ein paar Pfund auf der Karte zu haben.

Scheinbar ist auf unerklärliche Weise das Gegenteil eingetreten.

Kinder, seid nicht wie Malena Anna Eberbach.

 

GyRi goes global

Der Mittwoch begann verhältnismäßig ähnlich wie der Dienstag, nur dass wir drei dieses Mal in der Lage waren unsere tägliche Routine zu vollbringen ohne den Rest der Rasselbande aufzuwecken.

Nach dem „Frühstück“ ging es wieder zu Waitrose´s und dann zu den ersten Kriegsmonumenten, welche Thema von vor der Reise zugeteilten und vorbereiteten Präsentation waren.

Mit einer Tour durch das Royal Court Theatre und einem anschließenden Workshop ging der Tag weiter. Mithilfe diverser Diskussionen und Improvisationseinheiten beschäftigten  wir uns mit dem Theaterstück des Vortags und hatten eine Menge Spaß.  Gegen Ende, als die fünfte Stunde läutete, waren wir alle psychisch ausgelaugt und waren auch etwas erleichtert, dass der Workshop zu Ende ging.

Da wir einen Haufen Brettspiele mit im Gepäck hatten, vereinbarten wir einen gemeinsamen Spieleabend und brachen dann in getrennten Gruppen auf.

Was dann folgte, war etwas ganz Besonderes: Treffen mit Grüppchen aus dem System-Erde-Mensch Profil.

Wir gingen zusammen zu Harrods und besorgten einige Geschenke für unsere Liebsten und spazierten dann gemeinsam durch den Hyde Park, um schließlich den gemeinsamen Abend mit einer Pizza ausklingen zu lassen.

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt trafen wir im Aufenthaltsraum des Hostels ein, der eine schlechtere Luft als die Zimmer besaß und spielten dann eine Runde „Risiko“ bevor keiner mehr Lust hatte und uns Frau Kölzow und Frau Ihlenfeldt in unsere Zimmer beorderten.

ORDER!!!

Am Donnerstag begann der Tag mit einer Stadtführung von einem netten Herrn namens Richard, der uns erstaunlich viel über die Sanitationsanlagen  des viktorianischen London zu erzählen hatten und uns einige Ecken von London zeigte, welche wohl nicht jedermann/frau auf dem Schirm gehabt hätte. Was mir von ihm außerdem in Erinnerung blieb, war die elegante Art mit der er seinen Schirm aus- und einzufahren vermochte. Waschechter Londoner.

Nach der Führung aßen wir unsere Snacks, natürlich von Waitrose´s, oder besorgten uns etwas vom lokalen Borough Market,  wie zum Beispiel ein deliziöses Wildpilzrisotto.

Darauf folgte ein Besuch im Houses of Commons, wo wir uns eine Sitzung im britischen Unterhaus ansahen und das B-Wort eine Art Tabuwort war und John Bercow verdammt viel rumschrie.

Anschließend grasten wir noch zwei weitere Kriegsmonumente ab, bei denen die Präsentierenden gegen laute Straßensituationen oder Helikopter oder beides anschreien mussten.

Nach Beendigung dieses Programms gingen wir zum Trafalgar Square und bewunderten die Kunst, die in der National Gallery aushing.

Dann vollzog sich eine erneute Teilung der Gruppe einige gingen nach Chinatown und genehmigten sich dann einen langen Spaziergang durch den Hyde Park, wobei wir beinahe eingesperrt worden wären, weil die Tore scheinbar gegen 7 Uhr abends geschlossen werden.

Der Abend wurde beim gemeinsamen indischen Essen, welcher hauptsächlich aus einer Rekapitulation der lustigsten und schönsten Momente unserer Profilfahrt bestand. Im Hostel wurde in Vorbereitung des folgenden Abreisetages angefangen, den Großteil der eigenen Dinge im Koffer zu verstauen und im Falle der Leute, die dazu verdammt worden einen Extrakoffer mitzunehmen, aufmerksam wie eine Adlermutter versucht so viel zusätzlichen Ballast der anderen zu vermeiden wie möglich. Dies gelang mir scheinbar nicht besonders gut, da Marco Drews es irgendwie hinbekam mir seine Sportschuhe in den Koffer zu schmuggeln.

Der letzte Tag in London begann wie jeder andere. Mittlerweile hatte ein jeder den Zustand erreicht, wo man sich wünscht wieder zuhause in den eigenen vier Wänden vor sich hinzuvegetieren.

Doch es stand noch eine Menge Programm auf dem Plan.

Nach der letzten Präsentation, welche sich zum Glück um ein Monument direkt neben dem nächsten Ziel drehte, betraten wir dann die St. Pauls Cathedral , in welcher für meinen Geschmack ziemlich viele Statuen von Kriegstreibern in einem Gotteshaus ausgestellt sind.  Nachdem wir die 528 Stufen bis zur Kuppel erklommen hatten, erreichte uns plötzlich die Hiobsbotschaft, dass wir gemeinsam mit dem System-Erde-Mensch Profil die Rückreise antreten würden.

 

Diese Nachricht traf uns schwer, doch wir ließen uns nicht kleinkriegen und besuchten noch einmal zusammen den Camden Town Market, wo noch einmal das BIP von Großbritannien angekurbelt wurde, bevor es dann Abschied nehmen hieß.

In Heathrow kamen wir etwas später als geplant an. Glücklicherweise lief außer dem Verlust von Dorians Marmelade, die er für seine Mutter besorgt hatte, alles recht geschmiert und wir begegneten schon bald Schülern des anderen Profils.

Unser Flug erhielt mit minimaler Verspätung ein Gate zugeteilt und mit minimaler Verspätung erreichten wir schließlich nach einem recht ereignislosen Rückflug wieder das kalte, nasse Hamburg.

Fast hätten wir alles dramafrei überstanden, doch eine meiner Mitschülerinnen war der Meinung im letzten Moment der gemeinsamen Zeit unsere Freundschaft unter Zerreißprobe zu stellen in dem sie meine Hose als, in ihren Worten, „unglaublich hässlich“ bezeichnete.

Ich habe mir geschworen ihr das dies bis zu meinem letzten Atemzug nicht zu verzeihen.

Lustig ist, dass ich mich am Samstag ein wenig leer in meinem großen Bett fühlte und irgendwie die mehr oder weniger minutiös, durchgetaktete Tagesplanung, die Hektik und insbesondere die gemeinsame Zeit mit den anderen Schusselköpfen vermisste.

 

An der Stelle geht noch einmal ein spezieller Dank an Nora Petersen raus, die sich die Mühe gemacht hat meinen Bericht grammatikalisch und stilistisch zu überarbeiten.

 

Profilreise 2019 Natur Aktiv S3, 23.09. – 27.09.

Grüezi mitenand’,                                                                          

Goedendag!

Nachdem unsere Profilreise in die Alpen wetterbedingt kurzfristig abgesagt werden musste, entschieden wir uns als Profil einstimmig dazu, für fünf Tage in Holland das Windsurfen kennenzulernen. Begleitet von Herrn Neufeld und Herrn Noll stiegen wir hochmotiviert am Montag in den Bus, der uns nach Ouddorp ans Grevelinger Meer bringen sollte. Nach sieben Stunden Fahrt, inklusive einiger Pausen, die wir uns mit sportlichen Aktivitäten vertrieben, kamen wir gut gelaunt in dem kleinen Surferort an. Untergebracht waren wir in kleinen, gemütlichen Holzhütten für jeweils sechs Personen, bestehend aus einem großen Zimmer mit Hochbetten, sowie einem großzügigen Badezimmer für jede Hütte. Diesen Luxus genossen nicht alle Profile 😉 

Nach jedem Abendessen verbrachten wir täglich die restliche Zeit vor dem Schlafengehen in einem Aufenthaltsraum, in dem wir uns sportlichen sowie witzigen Herausforderungen stellten. 

In den darauffolgenden drei Tagen ging es ins Wasser. Die meisten von uns standen zum ersten Mal auf einem Surfbrett, wodurch sich bei einigen zu Beginn großer Frust breit machte. Aufgrund der sprachlichen Barriere zu unseren beiden erfahrenen Surflehrern, dauerte es bei vielen bis zur aufschlussreichen Theorieeinheit mit Herrn Noll und Herrn Neufeld am Abend, um die nötigen Hintergründe und Grundkenntnisse zu erlernen. 

Dadurch steigerte sich unsere Motivation wieder, sodass wir in den nächsten Tagen eine Menge Spaß am Windsurfen hatten. Sowohl in der ruhigen „Übungslagune”, als auch auf dem offenen Meer, wollten wir trotz teils sehr schlechten Wetters das Wasser kaum noch verlassen. Hungrig von so viel Sport aßen wir dreimal täglich im Surfcenter. Nach den drei Surftagen, die mit viel Spaß verbunden waren, absolvierten einige von uns sogar schon den Windsurf-Grundschein. 

Die Nachmittage konnten wir uns in kleineren Gruppen frei gestalten. Mal ging es auf den sechs Meter hohen „Waterjump”, mal wurde sich mit anderen Sportarten (Fußball, Tischtennis, Frisbee, etc.) die Zeit vertrieben. Wir bekamen ebenso die Möglichkeit, von unserem sehr coolen Busfahrer Micha zum nächsten großen Supermarkt gefahren zu werden, um uns mit Snacks und Getränken einzudecken.  

Am letzten Nachmittag brachte er uns nach dem Surfen nach Rotterdam, wo wir alle gemeinsam Essen gingen, bevor wir anschließend in kleinen Gruppen die interessante Innenstadt erkundeten.

Die Zeit verging rasend schnell, und so machten wir uns am Freitagmorgen schon wieder auf den Rückweg nach Hamburg.

Wir bedanken uns im Namen aller bei unseren super entspannten Begleitern Herrn Neufeld, Herrn Noll und Micha, die immer für einen Spaß zu haben waren und die Reise mit einer sehr gelassenen Atmosphäre ermöglichten. In diesem Sinne, Yo Digga!

– Moritz Alisch und Jan Sieben

 

Klimavortrag für Jg. 7

Am 27.09.2019 fand erneut ein Klima-Vortrag für den Jahrgang 7 des GyRi mit dem aus den Medien bekannten Wetter-/ Klimaexperten Frank Böttcher in der Neuen Mensa statt.

Die Schülerinnen und Schüler konnten in einem Vortrag zum Thema „Extremwetter im Klimawandel“ mit anschließender Fragerunde mehr über den Unterschied zwischen Wetter und Klima sowie über aktuelle klimatische Ereignisse und globale Szenarien erfahren. Besonders die Ausführungen über weltweite Wetterrekorde faszinierten die Schülerinnen und Schüler und sorgten für einen bleibenden Eindruck.

Die Veranstaltung diente der Vorbereitung naturwissenschaftlicher Präsentationen im Rahmen der Projektzeit-Stunde.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Böttcher für seinen informativen sowie lebendigen und schülernahen Vortrag.

 

Berufe-Café des Schulcampus Rissen

In Kooperation mit dem Gymnasium Rissen fand am 27.09.2019 in der Neuen Mensa des Schulcampus das diesjährige Berufe-Café als Teil der schulischen Berufsorientierung statt.

Die Schülerinnen und Schüler der Jg.  9-13 der Stadtteilschule sowie der Jg. 10 des Gymnasiums Rissen hatten in geselliger Atmosphäre Gelegenheit Kontakte mit potentiellen Arbeitgebern aus der Region zu knüpfen und sich in unverbindlichen Gesprächen zu Ausbildungsvoraussetzungen, -inhalten und –abläufen zu informieren.

Teilgenommen haben die Firmen Airbus, Kanzlei Treskow, ZaCK Zahnarztpraxis, Malerei Dammann, Schulz Systemtechnik, Wrage Sanitär, Sanitär Niemann, Insel e.V., BW Papersytems, die Berufsakademie, Asklepios und die Deutsche Bank teil. Wir danken allen Firmen, die das Berufe-Café unterstützt haben.

Polenaustausch 2019

SMS meets GyRi 2019
Müde und etwas erschöpft, erreichte nach 14 stündiger Busfahrt die dreizehnköpfige Austauschgruppe aus Ostróda am 02.09. das Gymnasium Rissen und wurde dort herzlich von ihren deutschen Austauschfamilien empfangen.  Fand die erste Runde des Austausches kurz vor den Sommerferien in Ostróda statt, konnte sich die deutsche Seite nun für die dort erlebten Abenteuer und die blendende Vorbereitung auf das Landesfinale Beachvolleyball, welches das GyRi sowohl in der Altersklasse U 16 als auch U 18 siegreich gestalten konnte, revanchieren.

Da in zwei Wochen das Bundesfinale im Beachvolleyball ansteht, auf das das U 18 Team bereits hinfiebert, ging es am Dienstag auch direkt zum Olympiastützpunkt an den Alten Teichweg um dort wie die Nationalteams intensiv zu trainieren. Nach zwei Stunden leistungsdifferenzierten Trainings besuchte die Gruppe anschließend die Schanzenbäckerei, ehe sich die Trainer verabschiedeten, und die Jugendlichen den großstädtischen Shoppingmöglichkeiten frönten. Gegen Abend besuchte die Austauschgruppe dann den Elbstrand und zwei polnische Jugendlichen machten ihre speziellen Erfahrungen mit den physikalischen Gesetzen der Verdrängung, die in Kombination mit der Hamburger Tide für ordentlich Wellen und nasse Hosen sorgte.

Zur Wochenmitte unternahm die polnischen Gruppe eine Sightseeing-Tour durch die Stadt, die gemäß der sportlichen Interessen mit dem Fahrrad erfolgte und von der Reeperbahn beginnend alle Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt und Hafencity umfasste. Da die Hallensaison bereits beginnt, stand für den Nachmittag Training in den Vereinsgruppen des RSV an, ehe am Abend gemeinsam das Viertelfinale der Halleneuropameisterschaft geschaut wurde. Hier traf die deutsche Frauennationalmannschaft auf Polen, und die gesamte Austauschgruppe verfolgte gebannt in Leas Wohnzimmer einen heiß umkämpften 5-Satz Krimi, den Polen knapp für sich entscheiden konnten.

Die Revanche folgte jedoch auf direkt am nächsten Tag auf dem Wasser, wo die „deutsche Delegation“ beim gemeinsamen Stand-Up Paddling Kurs, der polnischen Gruppe im Gruppensprint keine Chance ließ. Anschließend ging es erneut zum Olympiastützpunkt an den Alten Teichweg, wo im Anschluss ans Brasilian Warm-Up erneut heftig um Punkte gefightet wurde.

Am Freitag stand nach einem kurzen gemeinsamen Schulalltag noch einmal ein gemeinsames Training in der Halle an, bevor am Abend beim Besuch des Musicals Paramour die unglaubliche Artistik des Cirque de Soleil bewundert werden durfte.

Der letzte Tag des gemeinsamen Austausches sollte dann eigentlich in den Familien stattfinden, doch unsere volleyballverrückten Jugendlichen nutzten den Saisonauftakt von drei Austauschsschülern um sich erneut in der Halle zu treffen und neben lautstarker Unterstützung für Lennox, Nico und Paul auch selbst noch ein wenig zu daddeln.

Nach so viel intensiver gemeinsamer Zeit flossen auch in diesem Jahr wieder einige Tränen beim Abschied am darauf folgenden Sonntagmorgen und das Versprechen sich möglichst bald wiederzusehen.