Spanien- Austausch 2017

Spanien- Austausch 2017

Im Mai hat uns Herr Zeidler die Möglichkeit gegeben, für eine Woche nach Málaga zu reisen und dort die Sprache und Kultur zu erleben. Zuvor waren unsere Austauschschüler bei uns in Hamburg.

Für den gesamten Austausch ein großes Dankeschön an Herrn Zeidler!

Für die Reise nach Málaga nahmen wir das Flugzeug, was bei der Entfernung auch die angenehmere Variante ist. Der Air Berlin Flug hatte zwei Stunden Verspätung, weil die Crew Feierabend hatte und der Ersatz in Düsseldorf war, also durften wir am Gate warten. Dort genossen wir den Blick aufs Rollfeld und Gratis-Internet des Flughafens. Als die Maschine startklar war, war allen bewusst, dass man das Real Madrid Spiel nicht mehr live im Fernsehen erleben würde, was bei den Deutschen und den auf uns am Flughafen Málaga wartenden Spaniern für Fassungslosigkeit sorgte. Der Flug war mit knapp drei Stunden schnell vorbei und auf halber Strecke bot sich ein fantastischer Blick auf Paris.

In Spanien angekommen, holten uns die Gastfamilien ab. Diese sind unglaublich herzlich und hilfsbereit. Das Essen schmeckt sehr gut, wenn es einen nicht stört, Neues zu probieren. Was den Schlafrhythmus angeht, lässt sich sagen, dass die Spanier später schlafen gehen und später aufstehen. Für mich als Deutschen hieß das, um zwei Uhr nachts ins Bett zu gehen und um sechs wieder aufzustehen.

Am ersten Tag in Málaga stand klassisches Sightseeing an. Dies ist wirklich interessant, da Málaga über verschiedenste Sehenswürdigkeiten verfügt. So waren wir in der Alcazaba und im Gibralfaro, zwei alten Festungen, welche aus der Zeit stammen, in der Málaga den Arabern gehörte. Vom Gibralfaro aus hat man einen fantastischen Blick auf den Hafen Málagas und die große Stierkampfarena der Stadt. Im Laufe der Woche besichtigten wir außerdem das Museum von Picasso und den kleinen Ort Ronda, außerhalb Málagas. Ronda liegt in den Bergen und eine Brücke trennt die Stadt in zwei Hälften, welche an den beiden Seiten einer Schlucht liegen. Auch Ronda war einst Besitz der Araber, was sich an den alten Bädern wiedererkennen lässt. Die Stadt ist für den Stierkampf bekannt, schließlich liegt hier die älteste Arena Spaniens.

Mit meiner Gastfamilie durfte ich zusätzlich am Wochenende Marbella besuchen. Marbella ist eine Großstadt in der Nähe von Gibraltar und bei gutem Wetter lässt sich sogar ein kleiner Teil Afrikas erkennen. Der Ort erinnert optisch stark an Nizza. Dies liegt vermutlich an den vielen Jachten vom Preis eines Hauses.

Nun zum sprachlichen Teil des Austausches: Außerhalb der Familien spricht man zwar oft Englisch, damit eventuelle Vokabelprobleme vermieden werden und das Gespräch in normalem Tempo abläuft. Da allerdings viele Eltern der Austauschschüler kaum Englisch beherrschen, spricht man nun doch sehr viel Spanisch. Zwar kommt es manchmal zu Verständnisschwierigkeiten, aber in solchen Situationen hat mir meine Austauschschülerin immer geholfen.

Der Abschied fiel emotional aus, denn auch wenn wir insgesamt nur zwei Wochen miteinander verbracht hatten, lernte man sich in der Zeit gut kennen. Vom Wetter her war es in Spanien ein Traum, vor allem wenn man das Norddeutsche Wetter kennt. Nach dem Austausch fällt einem Spanisch deutlich einfacher und man hat eine schöne Erinnerung mitgenommen.

Maurice Häger (zur Zeit des Austauschs in der 9c)