Paris Austausch 2017

Unsere Paris-Fahrt:

Aufbruch in eine neue Welt, Kultur steht auf dem Plan –

12 Schüler aus Jahrgang 9, „geplagt und beflügelt“

 

Dienstag, 21. März

Treffen an der S-Bahn. Beladen wie die Packesel verabschiedeten wir uns, warten auf die letzten Nachzügler. Ein jeder geplagt und beflügelt von seinen eigenen Ängsten, Erwartungen, Hoffnungen. Für einige von uns ein Sprung ins kalte Wasser – für mache fiel das vorhergegangene Austauschen mit den Austauschpartnern über etwaige Allergien, das Schlafverhalten, die Person an sich, eher rudimentär aus: so bekam ich auf meine Wochen im Voraus zusammengeschusterte Email bloß einen Google-Übersetzer Text. Unterzeichnet mit: Baptiste Wandern Verdier, Frieden.

In Altona am Fernbahnhof werden letzte Besorgungen erledigt. Nachdem der ICE nach mehrfachem Gleiswechsel und vergleichsweise verkraftbarer Verspätung doch noch ankommt, verfallen wir im Zug der Euphorie: ein leerer Zug – jedem sein Abteil. Beseelt kehren wir ein, kosten die Vorteile des nun in jeder Klasse verfügbaren WLANs voll aus. Sogar Steckdosen. Manch einer nordet sich literarisch ein, liest ein Buch: Die Witwe von Montparnasse von Fred Vargas. Tolles Buch!

Noch vor Karlsruhe gesellen sich Sonja und Ralph zu uns ins Abteil. Den beiden scheint die bedächtige Stille fremd, lauthals berichten sie von Christoph, dem Clown, Sabine der überqualifizierten, gescheiterten Intendantin, ihres gesamten Freundeskreises.

In Karlsruhe umsteigen, das WLAN des zweiten ICEs funktioniert nicht. Wir haben auch kein eigenes Abteil, sondern müssen mit den reservierten Plätzen vorliebnehmen.

Quelle vie de chien. Eher unwillig greift man zum Buch.

Viele Stunden, Seiten, Bücher später in Paris: Gare de l´Est. Empfangen von den Franzosen/innen – Aufbruch in eine neue Welt, Kultur steht auf dem Plan.

Dorian

 

Mittwoch, 22. März

Nach dem Frühstück mit meiner Gastfamilie wurden Manon (meine Austauschschülerin) und ich zur Schule gefahren. Dort haben wir die anderen Austauschschüler getroffen. Anschließend bin ich mit den restlichen Austauschschülern zur Métro gegangen, um nach Montmartre zur Sacré Cœur zu fahren. Dort angekommen, hatten wir ein wenig Freizeit, um durch die Pariser Straßen zu laufen. Zur Mittagszeit sind wir wieder zurück in die Schule gefahren, um mit unseren Pariser Austauschschülern zu essen. Danach fuhren wir wieder getrennt nach Hause zu unseren Gastfamilien. Das war an diesem Tag möglich, weil in Frankreich Mittwoch der einzige Tag in der Woche ist, wo die Schüler nicht bis halb sechs Schule haben. Am Nachmittag haben sich Manon und ich mit Mascha und ihrer Austauschpartnerin Alice getroffen. Wir sind ein wenig durch die Geschäfte gegangen. In dieser Zeit sind die anderen zusammen zur Notre Dame gefahren und haben sich dort ein wenig umgeschaut. Ich fand’s aber auch schön, durch die Pariser Geschäfte zu gehen. Abends sind wir alle zurück zu unseren Gastfamilien nach Hause und ich habe dort mit meiner Familie noch einen Film geschaut.

Sophia

 

Donnerstag, 29. März

An dem heutigen Morgen sind wir in dem jüdischen Stadtviertel „le Marais“ spazieren gegangen. Es war sehr interessant und brachte mir viel Spaß. Später haben wir uns vor den Louvre gesetzt und unser Picknick gegessen. Bevor wir das Museum erkundeten, hielten Mustafa und ich eine Präsentation über die bekanntesten Ausstellungsstücke, welche die Mona Lisa und die Aphrodite von Melo sind. Jedoch war der Louvre leider zu groß, um ihn an einem Tag zu erkunden. Die historische Konstruktion kombiniert mit den einzigartigen Ausstellungstücken fand ich beeindruckend. Nach unserem Tagesausflug sind wir zurück zur Schule gefahren, wo mein Austauschschüler bereits auf mich wartete. Dieser Tag gefiel mir sehr gut.

Jan

 

Freitag, 24. März

 

 

Heute ist der 24. März 2017 und wir sind wie immer mit Stanislas und Xyril zu deren Schule gegangen. Nachdem wir dort angekommen sind, haben wir die anderen Austauschschüler und Lehrer getroffen und sind mit ihnen bis zu einer Haltestelle gefahren, von der viele enge Straßen ausgingen. Diese „passages“ waren sehr schön, weil sie sehr alt und französisch aussahen. Zudem waren die „passages“ ein klasse Ort um Souvenirs zu kaufen, was ich aber leider nicht gemacht habe. Was ich jedoch am besten fand, waren die Bäckereien.

Später sind wir dann zu den „Galeries Lafayette“ gegangen. Das fand ich jedoch langweilig, weil das Einkaufszentrum viel zu groß war und die Sachen viel zu teuer waren. Danach sind wir zum Bahnhof gegangen und mit einem Zug nach Versailles gefahren. Ich fand das sehr interessant, aber auch anstrengend, weil wir viel gelaufen sind. Am Abend sind Stanislas und ich zum Klettern in ein Sportcenter gefahren. Es hat sehr viel Spaß gemacht und als ich auf die Spitze klettert bin, konnte ich den Eiffelturm von dort aus sehen. Nach dem Klettern haben wir mit der Austauschfamilie einen Film geguckt.

Milan

 

Samstag, 25. März

 

Samstag hat unsere Klasse mit ihren Austauschschülern viele unterschiedliche Dinge erlebt. Da in der Woche viele Ausflüge unternommen wurden, mussten die meisten erst mal ausschlafen und danach gemütlich frühstücken. Weil es ein sehr sonniger Tag war, haben Nora und Hubert eine Fahrradtour entlang der Seine gemacht. Währenddessen hatten Marina und Josephine zusammen mit Chloé und Emmy viel Spaß im Disneyland, wo ein Live – Konzert von John Legend stattfand. Mustafa hat sich eine Oper angehört und war anschließend noch essen. Zusammen mit Nora und Hubert haben sich Jan und Bastille im Kino einen Film angesehen und Juliana und Jule haben Notre – Dame besucht und sind durch die Pariser Einkaufspassagen geschlendert. Sophia und Manon waren auf den Champs-Élysées shoppen und sind anschließend mit dem Pariser Riesenrad gefahren.

Sophie und Oscar

 

Sonntag, 26. März

Auch über das Wochenende hinweg zeigte sich die Gastfreundschaft der französischen Gastfamilien. Alle Familien hatten für den Sonntag ausgiebige Programme für ihre Austauschschüler vorbereitet. Viele besichtigten mit ihren Gastfamilien zum Beispiel die Sehenswürdigkeiten der Stadt wie die Champs-Élysées oder den Arc de Triomphe. Auch bei Nacht wurden die Straßen von Paris noch erkundet, um die einzigartige Beleuchtung des Eiffelturms zu besichtigen. Viele besuchten auch Verwandte, ein Schüler besuchte mit seiner Gastfamilie sogar die Großeltern im entfernten Le Mans, wo sie auch die berühmte 24-Stunden-Rennbahn besichtigten. Auch Familienfeiern wurden im Beisein der Austauschschüler gefeiert. Neben den zahlreichen Aktivitäten der Gastfamilien organisierte der Kurs jedoch auch eigenständig einen Bowling-Nachmittag. Insgesamt berichtet am Ende jeder Schüler von der schönen Zeit, die er oder sie mit der Gastfamilie am Wochenende verbracht hat.

Jan und Anas

 

Montag, 27. März

Nachdem ich mit meiner Familie gefrühstückt habe, sind Julie (meine Austauschschülerin) und ich mit dem Bus zur Schule gefahren. Dort habe ich auch die anderen deutschen Austauschschüler getroffen. Wir sind dann gemeinsam rüber zum Eiffelturm gegangen. Wir sind bis zur höchsten Etage hochgefahren und haben von dort einen unglaublich tollen Ausblick auf Paris genossen. Nachdem jeder von uns Bilder gemacht hat, sind wir wieder runtergefahren. Somit hatten wir auch „das Wahrzeichen“ von Paris besichtigt. Unten wieder angekommen, haben wir erst mal ein Picknick in einem Park, nahe am Eifelturm gemacht. Nach der Stärkung haben wir uns auf den Weg in Richtung Seine gemacht. Als nächster Programmpunkt stand nämlich eine Bootstour auf der Seine an. Somit haben wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten auch vom Wasser aus gesehen. Nach der Bootsfahrt haben wir uns anschließend in ein sehr nettes französisches Café gesetzt und uns dort eine kleine Pause gegönnt. Da wir noch nach Lebensmitteln für die Rückreise Ausschau gehalten haben, sind wir danach noch in einen Supermarkt gegangen und haben uns dort für die Rückfahrt mit Proviant ausgestattet. Wir sind dann alle gemeinsam zur Schule zurückgegangen und haben dort die französischen Schüler getroffen. Julie und ich sind wieder gemeinsam mit dem Bus zurück nach Hause gefahren. Nach einem sehr leckeren Abendessen in der Familie ging meiner Meinung nach der schönste Tag in Paris zu Ende.

Juliana

 

Dienstag, 28. März

Heute bin ich aufgestanden um 8:30 Uhr, um mich auf den Tag vorzubereiten und Leopold und seinen Mitschülern im Deutschunterricht zu helfen. Um 9:10 Uhr haben meine Klassenkameraden und ich uns an der Schule getroffen. Nachdem wir den Franzosen ausgeholfen haben, haben wir gefrühstückt in der Schule.

Wir haben uns von den Franzosen in der Schule schließlich verabschiedet und sind zum Bahnhof gefahren, um zurück nach Hamburg zu fahren. Es hat ca. 3h gedauert, nach Karlsruhe zu fahren und von dort aus haben wir eine Bahn genommen, die uns nach Hamburg-Altona fährt. Die Bahn hat sich um eine Stunde verspätet. Ich saß in der Bahn nach Hamburg 5h lang neben Oscar, Jan und Milan in einem Abteil. Als wir dort ankamen, mussten wir laufen um die Bahn nach Rissen zu kriegen, da diese schon in 5 Minuten losfahren würde. Um 22:00 Uhr sind wir angekommen und ich wurde vom Bahnhof von meiner Familie abgeholt und wir sind nachhause gefahren.

Mustafa