Klimaschule

Gymnasium Rissen bleibt Klimaschule

Gütesiegel „Klimaschule 2014 – 2016“ erneut für das GYRI

Das GYRI bekam im Herbst 2013 erneut das Gütesiegel „Klimaschule 2014 – 2016“ verliehen. Diese Auszeichnung unterstreicht, dass sich die Schulgemeinschaft dem Klimaschutz nach wie vor verpflichtet fühlt, auch wenn sich die Situation stark verändert hat:                                                                               Druck

Die behördliche Unterstützung wurde eingeschränkt, die Anzahl der Schüler ist durch die STS angestiegen, Ganztagesbetreuung, Mensakühlraum, mehrere mobile Klassenräume dies sind alles Faktoren, die eigentlich zu einem Anstieg des Energieverbrauchs und der Co2-Emissionen führen. Die Schulgemeinschaft des GYRI hat ihren Klimaschutzplan der neuen Situation angepasst und konnte durch verschiedene Maßnahmen, anstelle eines Anstiegs, eine Stabilisierung  der Heizenergie auf dem Niveau des Vorjahres und eine Reduktion des Stromverbrauchs erreichen. Diese Ergebnisse sind ein Beleg für die Effektivität und das Engagement der Schulgemeinschaft des Gymnasiums Rissen in Punkto Klimaschutz. Klimaschutzplan für das Gymnasium Rissen Präambel Spätestens seit Al Gores Film „Eine unbequeme Wahrheit“ ist einer Bevölkerungsmehrheit in Deutschland bewusst, dass der Klimaschutz eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts darstellt. Und gerade weil einen die gegenwärtigen globalen Emissionszahlen wenig positiv in die Zukunft blicken lassen, sind alle aufgerufen, Maßnahmen zum Schutz des Klimas einzuleiten. Wir, das Gymnasium Rissen, sind dabei und wollen handeln! Unsere Schule stellt sich aktiv ihrer Verantwortung zum Klimaschutz. Der Hamburger Senat hat mit dem Klimaschutzkonzept ein kommunales Programm entwickelt, das dazu aufruft, durch eigene Anstrengungen die CO2-Emissionen der Stadt bis 2020 um 40 Prozent (bezogen auf 1990) zu senken. Beginnend mit dem Basisjahr 2007 bedeutet das für unsere Schule eine Reduktion von zwei Prozent pro Jahr. Unser langfristiges Ziel ist, dass unsere Schule bis 2050 CO2-neutral ist. Wir, das Gymnasium Rissen, sehen uns in der Verantwortung einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unsere Schulkonferenz hat diesen Klimaschutzplan beschlossen. Hierin ist festgeschrieben, dass: –     unsere Schülerinnen und Schüler Handlungskompetenzen in dem Themenfeld „Klimawandel und Klimaschutz“ erwerben und –     wir mit Maßnahmen zur CO2-Reduktion einen Beitrag zum wirksamen und nachhaltigen Klimaschutz leisten. Bestandsaufnahme Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Rissen fühlt sich dem Klimaschutz verpflichtet. Die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass Klimaschutz an unserer Schule ernst genommen und von vielen Beteiligten unterstützt und „gelebt“ wird. Die Schulleitung, das Kollegium, das Sekretariat, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und vor allem das Hausmeister-Team haben die Maßnahmen tatkräftig unterstützt. Die Resonanz auf den Lehrer- und Schulkonferenzen sowie in kollegialen Gesprächen war immer positiv. Das Kollegium zeigt sich dem Thema gegenüber nicht nur aufgeschlossen, sondern bereichert die Umsetzung der Klimaschutzziele auch durch tatkräftige Unterstützung und hilfreiche Vorschläge für neue, sinnvolle Maßnahmen. Die curriculare Verankerung klimarelevanter Themen konnte in den Fächern Geographie und Physik umgesetzt werden. Im Wahlpflichtbereich III wird ein „Klimakurs“ angeboten. Die bisherigen Klimaschutztage der 5. und 6. Klassen waren erinnerungswürdige Ereignisse der letzten beiden Schuljahre. Seit Sommer 2013 versorgt ein externer Caterer die Schulgemeinschaft mit Bio-Esssen von regionalen Erzeugern. Bei der Auswahl war dies mitentscheidend. Seit dem Referenzjahr 2007 haben wir nach der fifty/fifty-Prämien­abrechnung in den Handlungsfeldern Strom und Wärme den CO2-Ausstoß von 383 auf  330 Tonnen reduziert. Der überarbeitet Klimaschutzplan ist von der Lehrer- und der Schulkonferenz beschlossen worden und wird Anfang November auf der Homepage veröffentlicht. Planungstabelle Die nachfolgend genannten Ziele, Maßnahmen und Indikatoren erfassen wir in einer Planungstabelle. Hier unterscheiden wir zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen. Für jede Maßnahme gibt es eine verantwortliche Person. Außerdem wird in der Tabelle dargestellt, wer bei der Umsetzung maßgeblich beteiligt ist. Es wird ebenfalls deutlich gemacht, ob eine Maßnahme zum Erwerb von Handlungskompetenzen und/oder zur unmittelbaren CO2-Reduktion führen soll. Ziele Klimaschutz kann nur gelingen, wenn die systematische Umsetzung von klimarelevanten Maßnahmen auf möglichst vielen Schulten verteilt ist. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, alle schulischen Gruppen in die Umsetzung eines Klimaschutzplanes einzubeziehen. Dazu gehören neben den Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften natürlich auch unsere Hausmeister, Eltern, Mitarbeiter/-innen aus dem Sekretariat und die Reinigungskräfte. Wir machen Klimaschutz zum fächerübergreifenden Gegenstand des Lernens und sind dadurch motiviert, in der Schule und im Alltag klimafreundlicher zu handeln. a) Ziele im pädagogischen Bereich Aus pädagogischer Überzeugung haben wir einen Schwerpunkt auf Ziele im pädagogischen Bereich gelegt. Die Themen „Klimawandel und Klimaschutz“ wurden wie geplant curricular eingeführt. Entsprechend haben alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Rissen unterrichtliche Berührungspunkte zu klimarelevanten Themen. Im letzten Jahr ist es uns gelungen, eine Vernetzung zwischen dem Profil „Erde – Mensch“, dem Wahlpflichtkurs „Klima“ der Klassenstufe 10 und den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen herzustellen: Die Oberstufenschüler haben die Ökobilanz der Schule differenziert analysiert. Diese Ergebnisse wurden von den Zehntklässlern aufgegriffen, die zurzeit vor dem Hintergrund dieser Bilanzierung einen Maßnahmenkatalog zur Co2-Reduktion entwickeln. Beides soll den Schülern der fünften und sechsten Klasse auf dem nächsten Klimatagen vorgestellt werden. Diese konzeptionelle Vernetzung hat bei der Bewerbung des Gymnasiums Rissen für den Hamburger Schulpreis großen Anklang gefunden. Die Wettbewerbskultur ist integraler Bestandteil unseres Leitbildes. Das Engagement der Schulgemeinschaft wurde mehrfach ausgezeichnet (näheres unter http://gyri.hamburg.de/index.php/article/detail/172). In den letzten zwei Jahren wurden vermehrt Wettbewerbsideen zum Thema Klimaschutz erarbeitet. Der Klimakurs konnte letztes Jahr den ersten Preis beim Wettbewerb „Wer is(s)t fair?“ der Deutschen Umweltstiftung erringen. Die Ergebnisse zeigen, dass  Schulgemeinschaft des Gymnasiums Rissen sich für dieses Thema engagiert.  Die Situation am Schulstandort hat sich aber grundlegend verändert: Im Jahr 2011 wurde am Schulstandort die Stadtteilschule Rissen gegründet. Die STS und das Gymnasium teilen sich das Gelände und die Gebäude. Bis zur 9. Klasse ist die STS inzwischen durchgängig dreizügig. Ab Sommer 2013 besuchen 330 SchülerInnen diese Schulform. Ferner kommt hinzu, dass auf dem Gelände seit 2012 8 Container als mobile Klassenräume aufgestellt wurden, die energetisch wenig effektiv sind. Die Anzahl wird weiter steigen. Durch die Ganztagesbetreuung werden in der Mensa seit den Sommerferien 2013 jeden Tag 120 Essen zubereitet. Die Installation eines Kühlraumes ist für die Herbstferien geplant. Durch diese veränderte Situation sind massiv steigende Verbräuche kurz-, mittel- und langfristig zu erwarten. Die Verbräuche der beiden Schulen werden nicht getrennt erfasst und ausgewiesen. Somit ist eine Stabilisierung (Heizenergie) auf dem Niveau des Vorjahres bzw. eine Reduktion der Verbräuche (Strom) ein Beleg für die Effektivität und das Engagement der Schulgemeinschaft des Gymnasiums Rissen in Punkto Klimaschutz. b) CO2-Einsparziele: der Reduktionspfad Wir, das Gymnasium Rissen, werden die CO2-Emissionen unserer Schule jährlich um 1,5 % reduzieren, und zwar von 383 Tonnen (2007) auf 286 Tonnen im Jahr 2020. Damit entsprechen wir nicht ganz dem Ziel des Hamburger Klimaschutzkonzepts. Wir weichen von den ursprünglich angenommenen zwei Prozent als Reduktionsziel ab, weil unser Referenzwert aus dem Jahr 2007 aufgrund erfolgreicher Energiesparmaßnahmen in den Vorjahren schon relativ gering war. Weiterhin führte eine falsche Steuerung der neu installierten Lichtsteuerungsanlage in der Turnhalle zu einem massiven Anstieg des Stromverbrauchs in den Jahren 2009 und 2010. Diese wurde mittlerweile repariert. Maßnahmen Der Maßnahmenkatalog wurde weitestgehend umgesetzt. Neue Maßnahmen wurden integriert. Dieser Prozess ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Lehrern, Sekretariat, Hausmeister-Team, Schülern und Eltern. Halbjährlich wird der aktualisierte Stand auf der Schulhomepage veröffentlicht sowie der Lehrer- und der Schulkonferenz vorgestellt. Jährlich werden die konkreten Schritte für das kommende Jahr an den erreichten Zwischenstand angepasst. Indikatoren Mithilfe der in der Planungstabelle verzeichneten Indikatoren gelingt eine Überprüfung der zu erreichenden Ziele. In der Planungstabelle wird für jede Maßnahme ein Indikator zu Grunde gelegt, der es über ermöglicht, die Erreichung unserer Ziele zu gewährleisten. Evaluation Wir überprüfen jährlich die Umsetzung des Klimaschutzplans. Dazu werden die pädagogischen Maßnahmen ausgewertet und die CO2-Emissonen der Schule in der CO2-Schulbilanz erfasst. Aufgrund der Ergebnisse werden wir die Ziele und Maßnahmen gegebenenfalls anpassen und damit unserer Aktivitäten zum Klimaschutzplan kontinuierlich fortschreiben. Klimaschutzbeauftragte(r) Die letzten zwei Jahre waren Tim Ellmers und Timm Dawson Klimaschutzbeauftragte der Schule. Durch die Streichung der externen WAZ-Zuweisung für diese Aufgaben fehlten in der Folge Ressourcen für ein Team aus zwei Personen. Seit diesem Zeitpunkt ist Tim Ellmers Ansprechpartner für den Klimaschutzplan und alle Aktivitäten im Bereich Klimaschutz an unserer Schule. Timm Dawson unterstützt das Projekt auch weiterhin tatkräftig. Schon im Jahr 2012 stellte sich das GYRI erfolgreich der Herausforderung des Klimaschutzes an Schulen: Der Hamburger Senat hat mit dem Klimaschutzkonzept ein kommunales Programm entwickelt, das dazu aufruft, durch eigene Anstrengungen die CO2-Emissionen der Stadt bis 2020 um 40 Prozent (bezogen auf 1990) zu senken. Beginnend mit dem Basisjahr 2007 bedeutet das für unsere Schule eine Reduktion von zwei Prozent pro Jahr.   Unser langfristiges Ziel ist, dass unsere Schule bis 2050 CO2-neutral ist.   Wir, das Gymnasium Rissen, sehen uns in der Verantwortung einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unsere Schulkonferenz hat diesen Klimaschutzplan beschlossen. Hierin ist festgeschrieben, dass:

  • unsere Schülerinnen und Schüler Handlungskompetenzen in dem Themenfeld „Klimawandel und Klimaschutz“ erwerben und
  • wir mit Maßnahmen zur CO2-Reduktion einen Beitrag zum wirksamen und nachhaltigen Klimaschutz leisten.

„Klimaschutz an Schulen“ ist ein Leitprojekt im Bereich Bewusstseinsbildung des Hamburger Klimaschutzkonzepts. Es wird von der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) und der Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung (BSU) unterstützt. Das Projektteam Klimaschutz ist am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) ansässig.

13.02.2012: Ausgezeichneter Klimaschutz an Hamburger Schulen

Schulsenator Ties Rabe zeichnet 26 Hamburger Schulen mit dem Gütesiegel „Klimaschule 2012-2013“ in der Gelehrtenschule des Johanneums aus. DSC_0651 klima047

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Fotos:  Markus Scholz

Nachhaltigkeit lernen

Am 23. Februar 2011 wurde das Projekt „Klimaschutz an Schulen“ als offizielles UN-Dekade-Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2011/2012“ ausgezeichnet.  (» Pressemitteillung zur Auszeichnung »)

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